Kieferorthopädie

Draht-Spangen zum „Richten der Zähne“ (Brackets, Bänder) sind nach wie vor bei betroffenen Personen unbeliebt, aber oft unerlässlich, da eine optimale Zahnstellung nicht nur zu einer besseren Ästhetik, sondern auch zu einer besseren Selbstreinigung der Mundhöhle und damit zur Vermeidung von Karies und Parodontitis beiträgt.

In den letzten Jahren wurden für einfachere Fälle von Zahnfehlstellungen unsichtbare Schienensysteme entwickelt, die immer mehr Akzeptanz finden (ecligner® oder Invisalign®).

Das Prinzip ist dabei recht einfach zu verstehen: von der Ausgangssituation im Mund fertigt der Zahntechniker ein Gebissmodell in doppelter Ausführung. Auf dem Zweitmodell können nun die Zähne, die nicht optimal stehen, herausgesägt und in optimaler Zahnstellung wieder zusammengefügt werden.

Scannt man beide Modelle, kann ein Computer den Weg errechnen, den jeder Zahn von der Ausgangssituation zur Zielposition zurücklegen muss. Dieser Weg wird in kleine Schritte geteilt, von jedem Schritt wieder ein Gebissmodell erstellt und darauf eine transparente Schiene hergestellt.

Werden die Schienen nun nach und nach im Wochenabstand gewechselt, wandern die Zähne aufgrund der Vorspannung und des Druckes der Schiene langsam in ihre Zielposition.

Sind sie dort angekommen, werden sie auf Dauer fixiert, damit sie nicht mehr zurückwandern können.